Aktionshäuser – das Schnäppchenversprechen

AktionshäuserBauunternehmen werben gerne mit dem Aktionshaus. Es ist günstig. Mal kostet es schlüsselfertig unter 100.000 Euro, mal gibt’s satte Rabatte von 20 % und mehr auf das Traumhaus. Wieder andere schenken zum Schlüssel die Markenküche und ganz findige Verkäufer werben damit, dass die monatliche Belastung garantiert unter der derzeitigen Monatsmiete liegt. Das alles klingt verlockend und so manch einer hat sich damit selbst in den finanziellen Ruin bugsiert. Hinter allen diesen Werbeversprechen steht im Grunde nur eines: Den Wunsch nach dem eigenen Haus, gepaart mit der Angst vor der finanziellen Belastung, werbewirksam in Szene zu setzen.

Doch was taugen diese Versprechen wirklich? Dieser Beitrag geht dem Ganzen auf den Grund.

 

Sind Aktionshäuser und Aktionspreise realistisch?

Um die Antwort auf die Frage zu bekommen, hilft es, sich Werbung mal genauer anzusehen. Bei Werbung geht es darum, Bedürfnisse zu erschaffen und sogleich die Befriedigung dieser anzubieten.. So lange Werbung nicht lügt oder andere denunziert, ist das absolut legal. Deshalb sollten sich Werbeversprechen, wie oben aufgeführt, genauer angesehen werden. Dann stellt man schnell fest, dass das schlüsselfertige Haus für unter 100.000 Euro entweder nur 60qm groß ist, oder für den Preis lediglich die Bodenplatte und der Rohbau – einstöckig – im Preis inbegriffen sind. Viel häufiger aber kommen diese Preise zustande, indem einfach wichtige und notwendige Leistungen extra bezahlt werden müssen. So kostet das Aktionshaus am Ende eben auch einen realistischen und marktüblichen Preis und manchmal noch viel mehr. Werden Preisnachlässe auf den Grundpreis gewährt, so liegt der Grundpreis meist höher als marktüblich. Zieht man dann die 20 % ab, so hat man kein Schnäppchen erstanden, sondern ein ganz normales Haus. Wer die Markenküche zum Haus dazubekommt, schaut sich besser den Leistungskatalog der Baufirma an. Blöd wäre hier nämlich, wenn es zwar die Küche gibt, jedoch keine Fliesen an der Wand und Strom in den Steckdosen. Auch die Rechnung der monatlichen Belastungen ist, von einem Bauunternehmen für ein Aktionshaus ausgeführt, nicht realistisch. Das kann sie auch gar nicht sein, denn in die Berechnung einer monatlichen Belastung müssen viele sehr persönliche Faktoren wie Einkommen, Ausgaben und Lebensstil eingerechnet werden. Plant ein Paar ein Haus für die zukünftige Familie, bedeutet dies, dass in ein paar Jahren ein Gehalt zumindest für eine Zeit wegbricht. Von den Kosten für das Kind und der Perspektive auf dem Arbeitsmarkt mal ganz abgesehen.

 

Das kostet das Aktionshaus wirklich

Will man für die Bauplanung realistische Preise zugrunde legen, sollte man die Angaben bei Aktionshäusern nicht beachten. Vielmehr sollte ein Angebot gewählt werden, dass Lohnkosten, Materialkosten und die Nebenkosten sowie den notwendigen Gewinn vernünftig kalkuliert. Auf www.haus-preiswert.de/bauratgeber/aktionshaus.html finden Sie eine Musterrechnung für diese drei Bereiche und hier erfahren Sie auch, warum Aktionshäuser niemals eine realistische Einschätzung der Kosten wiedergeben.

Übersichtlich und auch juristisch einfacher ist es übrigens, ein Haus von einem Anbieter errichten zu lassen. Das spart Zeit. Denn so müssen nicht zahlreiche Angebote eingeholt werden, die dann auch noch verglichen werden. Außerdem haben Hausbauer so immer einen Ansprechpartner für alle Gewerke. Das Zeitmanagement liegt in den Händen des Unternehmens und dieses ist auch der Ansprechpartner, wenn es zu Mängeln kommt. Sind hingegen mehrere Unternehmen für verschiedene Gewerke engagiert worden, so muss der Bauherr dafür sorgen, dass alle Firmen zum richtigen Zeitpunkt anfangen, damit Folgearbeiten durch andere Unternehmen nicht behindert werden. Außerdem wird so der Nachweis über die Ursache eines Mangels häufig erschwert. Wer ist am Ende für die Risse in der Fassade zuständig? Das Unternehmen, welches die Bodenplatten angebracht hat? Der Maurer oder der Spezialist für die Dämmung?

Im Ergebnis raten wir Ihnen dazu, von Aktionshäusern die Finger zu lassen und den verlockenden Ruf nach potentiell hohen Einsparungen zu ignorieren. Mit einem verlässlichen Hausbaupartner umschiffen Sie viele Fasstricke und können mit einem guten Gefühl in das neue Haus einziehen.

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