Billig oder preiswert?

bauenDen Traum vom Haus hatten und haben viele Familien. In Zeiten, in denen kaum noch Darlehenszinsen gezahlt werden müssen, träumen ihn sogar noch ein paar mehr Menschen. Die Vorzüge liegen auf der Hand: Man ist sein eigener Herr, kein Vermieter entscheidet ab sofort über die Fassadenfarbe und anstelle von Mietzahlungen leistet man seinen Abtrag in der Hoffnung, die Schulden noch vor der Rente begleichen zu können. Damit der Finanzplan funktioniert und die Kinder später mal nicht nur Schulden erben, muss das geplante Budget gehalten werden. Wenn dann noch Sonderwünsche, wie ein Kamin oder die Fußbodenheizung, erträumt werden, dann wird bei Angeboten der verschiedenen Bauunternehmen zuerst auf den Preis geschaut, bevor es um den Inhalt geht. Eine natürliche wie nachvollziehbare Reaktion. Ein Haus wollen eben viele, dabei den besten Preis auszuhandeln, ist absolut menschlich. Doch es gibt wie immer ein Problem beim billigen Haus: Es wird am Ende teurer, als jedes vorliegende und ausgeschlagene Angebot. Bauunternehmen wissen natürlich, dass durch die große innerdeutsche und europäische Konkurrenz der Preis das Zünglein an der Waage sein kann. Also werden Bauherren, die Angebote einholen, einige Angebote bekommen, die zu schön klingen, um wahr zu sein.

 

Der Traum vom billigen Traumhaus

Das Traumhaus soll es sein. Platz für die ganze Familie und ein Garten, in dem die Kinder und später die Enkelkinder spielen können. Im Wohnzimmer ein Kamin und für warme Füße die Fußbodenheizung in allen Räumen. Energetisch muss es auch sein. Nicht nur, weil es das Gesetz vorsieht, sondern auch, weil so Nebenkosten eingespart werden können. Das Rundum-glücklich-Paket und günstig sowieso. Doch ein günstiges Haus darf kein billiges sein. Unternehmen, ganz gleich, woher sie kommen, wollen mit dem Hausbau Geld verdienen. So viel wie möglich und unabhängig davon, ob die Baufirma nun aus Polen oder der Uckermark kommt. Damit die Kosten auf dem Angebot dennoch so gut aussehen, dass der Interessent zum Käufer wird, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die häufig auch noch legal sind. So werden wichtige Leistungen gar nicht aufgeführt. Wer zum ersten Mal baut, weiß aber nicht, wie teuer die fehlende Bodenplatte am Ende sein wird. Oder aber es wird am Material gespart. Das kann preiswert sein, wenn auf das Parket verzichtet wird und stattdessen Laminat verlegt wird. Das kann aber auch dazu führen, dass die billigen Fensterrahmen nach wenigen Jahren ausgetauscht werden müssen, weil es hineinregnet.

Finger weg vom billigen Traumhaus sollte es auch heißen, wenn der Bauunternehmer, Elektriker oder Klempner zwar alle Leistungen aufgeführt hat und auch nicht am Material sparte, dafür aber so knapp kalkulierte, dass der finanzielle Ruin vorprogrammiert ist. Entstehen hier nämlich Mängel, so müssen diese von anderen Unternehmen beseitigt werden. Der ursprüngliche Handwerker wird nämlich früher oder später Insolvenz anmelden.

 

Bauen Sie günstig, nicht billig!

Dass Geld beim Hausbau nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, ist klar und verständlich. Der Wunsch danach, möglichst wenig für möglichst viel zu zahlen, auch. Dennoch sollten Bauherren auf Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein, verzichten. Hier sagt einem übrigens schon das Bauchgefühl, dass irgendwas nicht stimmen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, engagiert zur Vertragsprüfung einen unabhängigen Bauberater. Dieser prüft das Angebot auf Lücken und berät den Bauherren dazu, welches Angebot das beste Preis –/ Leistungsverhältnis hat. So bauen Sie sicher preiswert. Zu einem vernünftigen und angemessenen Preis und dafür ohne das Risiko, dass vermeidbare Mängel auftreten oder die Baufirma noch während des Baus Konkurs anmelden muss. Setzen Sie auf ein qualitativ hochwertiges Traumhaus zu einem wettbewerbsfähigen Preis.


Ok, verstanden!

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Benutzung der Webseite erklären Sie sich automatisch mit der Speicherung der Cookies auf Ihrem Computer einverstanden. Für weitere Informationen lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.